Um Michael Schenker kursieren viele Geschichten, Gerüchte und (Halb-)Wahrheiten, die sich hauptsächlich um seine Alkohol- und Drogensucht, sowie seinem Verhältnis zu „Bruderherz“ Rudolf von den Scorpions drehen. Unbestritten ist allerdings, daß er ein ausgezeichneter Rockgitarrist ist und uns durch seine überwiegend hervorragenden Platten schon jede Menge musikalische Freuden bereitet hat. Außerdem hat er mit dem Spiel seiner „Flying-V-Gitarre“ regelrecht Rock-Geschichte geschrieben. Beginnend schon Anfang der siebziger Jahre mit eben den Scorpions, UFO und danach mit seiner eigenen Michael Schenker Group (MSG) mit verschiedenen Sängern (unter anderem Robin McAuley), sowie mutigen instrumentalen Soloplatten. In diesen Tagen erscheint nun das vorher nicht für möglich Gehaltene, nämlich die neue MSG-Scheibe „In The Midst Of Beauty“. Hier gelang es dem mittlerweile 52-jährigen Saitenvirtuosen nicht nur „MSG-Urshouter“ Gary Barden wieder ans Mikro zu bitten, sondern auch den Rest der Band mit weiteren erstklassigen Musikern zu besetzen. Denn wer es schafft, neben Gary Barden noch Don Airey, Neil Murray und Simon Phillips mit ins Boot zu holen, der muß einfach neben seinem Namen noch weitere Qualitäten aufweisen können. Das hat sich natürlich gelohnt, weil eine verdammt starke CD herausgekommen ist, die einfach nur Spaß macht und die man so sicherlich nicht mehr erwarten durfte. Reichlich Gründe also, sich mit dem Namensgeber selbst, der mittlerweile in England lebt, etwas zu unterhalten.

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