Verbindungen von Rock und Klassik gab es zuhauf in den letzten Jahren. Man nehme nur die Kooperationen von Bands wie Queen oder Kansas mit großen Sinfonieorchestern. Auch fanden in den letzten Jahren auch immer wieder Rock- und Popgrößen wie Queen oder U2 den Weg ins italiensche Modena auf Einladung von Luciano Pavarotti, um im Rahmen der „Pavarotti & Friends“-Benefizkonzerte aufzutreten. Das Projekt des True Symphonic Rockestra nun ist bislang einzigartig. Das wissen auch die Beteiligten.
Am Ende hatten sie alle ganz individuell neue Erfahrungen gesammelt.
„Ich habe gelernt bis vier zu zählen“, grinst der Operntenor Vladimir Grishko.
Bis dahin war es aber ein langer Weg. Bereits Ende der 1990er, genau genommen 1997, hatte TSR-Produzent und Giftig-Gitarist Dirk Ulrich die Idee, einen Teil des Repertoires der drei großen Operntenöre Domingo, Carreras und Pavarotti, von denen er selber ein großer Fan ist, als Rockversionen zu produzieren. „Wäre es nicht großartig, die Schönheit der Songs, die die drei Tenöre sangen, mit der Power und Intensität einer Rockband zu kombinieren?“, fragte er sich damals. Aber: Mit wem sollte ein solches Projekt in Angriff genommen werden? Ulrich, der bereits im Studio mit Bands wie Vicious Rumors oder Pink Cream 69 im Studio war, war sich sicher, daß man „nicht einfach irgend jemanden anrufen und einladen könne, bei dem Projekt mitzumachen“ – Internet und emails waren damals noch nicht auf dem heutigen Stand. Nach längerem Vorlauf und bereits einigen Vorarbeiten in den Brainrox-Studios fanden sich schließlich die Opern-Tenöre Thomas Dewald und der Ukrainer Vladimir Grishko mit Dream Theaters James LaBrie zusammen, um dem Projekt Leben einzuhauchen. „Ich glaube, Dirk hatte erst vor, drei Rocktenöre in das Projekt einzubeziehen“, erinnert sich James LaBrie, der als erster der angestrebten drei Rocktenöre für das Projekt zugesagt hatte. „Dirk dachte damals wohl noch an weitere Leute aus dem Rockbreich wie Geoff Tate und Bruce Dickinson, oder wen auch immer. Die hatten aber entweder kein Interesse oder meinten, daß sie das stimmlich nicht mehr könnten.“

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